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Pilger in diesem Netz.

Zella-Mehlis feiert in diesem Jahr 2019 den 100. Geburtstag des Zusammenschlusses beider Städte. Darum habe ich hier einmal die Grenze, wie sie vor 100 Jahren bestand mit GPS und alten Karten aufgenommen und einen Flyer erstellt..

Grenze zwischen Zella St (1). Blasii und Mehlis um 1900-Flyer-final 4.3.2019.pdf
Download

 

Seien Sie herzlich willkommen auf meiner WebSite: 

www.pilgernetz.de

 

Diese HomePage

steht seit dem 15. Dezember 2008 im Netz.

 

 Schauen Sie doch auch auf die WebSite: www.pilgern-in-mitteldeutschland.de

Liebe Netzpilger!

 

Seien Sie herzlichst im neuen Monat April gegrüßt.

Wir feiern in Zella-Mehlis am 1. April 2019 den 100. Jahrestag des Zusammenschlusses der beiden Städte Zella und Mehlis.

Aus diesem Grunde möchte ich noch einen kleinen Flyer der alten Grenze zwischen den beiden Städten zukommen lassen.

Schauen Sie ihn sich doch einmal an

und kommen Sie gut in diesen frühlingshaften Monat

 

Ihr

Hans-Joachim Köhler, Oberpfarrer in Ruhe

 

Flurgrenze Mehlis 1802 HJK.docx
Download

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zella-Mehlis, 12. April 2019

 

Liebe Freunde und Bekannte, liebe Netzpilger!

 

Der Frühling kommt mit Macht und lässt sich nicht aufhalten. Die Tage waren schon so schön, wir wollten alle schon die Gärten bearbeiten. Nun zeigt der Winter doch noch einmal, dass er nicht kampflos aufgibt. Aber der Frühling siegt und der Sommer kommt gewiss, das ist unsere langjährige Erfahrung.

   Wir schöpfen aus dieser Erfahrung eine Hoffnung und eine Zuversicht nicht nur für den Jahreslauf, sondern auch für unser Leben.

Der Frühling gibt uns Hoffnung, weil die Tage länger und wärmer werden.

   Wir als Christen bekommen in diesen Passions- und Ostertagen eine weitere Hoffnung dazu, die uns der Maler Erich Klahn in seinem Passionsaltar auf allen drei Tafeln durch die Person Jesus von Nazareth darstellt.

   Über allen drei Darstellungen könnte man den Ausspruch des Pilatus stellen:

   Seht, welch ein Mensch!

   Auf der linken Tafel; Sehet, welch ein Mensch, der den Jüngern den niedrigsten Sklavendienst, das Fußwaschen erweist.

   Auf der Mitteltafel; Sehet, welch ein Mensch, der als Mensch sich an den dürren Zweig der irdischen Hoffnung klammert.

   Und auf der rechten Tafel; Sehet welch ein Mensch, der aus einer inneren von Gott gegebenen Macht heraus ein Leiden auf sich nimmt, das mir aus jenem Leben die Kraft und die Hoffnung gibt für dieses mein Leben meine Hoffnungslosig-keit und mein ganz persönliches Leiden auf dieser Welt.

   Das ist eine Hoffnung, die über die Erfahrung des Jahreskreises von Frühling, Sommer, Herbst und Winter hinausgeht.

   Erich Klahn hat für die Magdalenen-kirche in Zella-Mehlis auch noch einen Osteraltar gemalt, der diese Hoffnung verstärkt. Schauen Sie sich den doch auf meiner WebSite die anderen Werke von Erich Klahn einmal an.

 

   Wir wünschen Euch und Ihnen in dieser Passions- und Osterzeit von ganzem Herzen Gottes Segen und seine Bewahrung und Hoffnung aus JENEM LEBEN.

 

Ihr

 

Hans-Jachim Köhler, Oberpfarrer i.R.

 

 

 

 

 

 

 

 

Siehe weitere Bilder unter:

http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/hallighooge139_v-content.jpg

 Ecce homo  (Jesus)

 

Seht, welch ein Mensch

In seiner Macht

Seht, welch ein Mensch

 

Beschlossen steht er hier

Ohn alle Gestalt,

bekränzt mit der Krone des Leids

 

Verspottet steht er hier

Mit seinem Stab

Den Stab des Trostes

 

Der Stab, der gekreuzt

Durch die eigenen Hände

Den Menschen den Weg weist

 

DEN WEG

Aus dem HIER und JETZT

In das DORT und DANN

 

Den Stab

Der auch mir DIE  KRAFT gibt

Aus JENEM LEBEN  für DIESES LEBEN

 

 

Die Kraft

Für Hier und Jetzt

Für Heute und Morgen

 

Seht, welch ein Mensch

In seiner Macht

Seht, welch ein MENSCH

 

 

Ecce homo (Pilatus)

des Passionsaltares von E. Klahn in der St. Magdalenenkirche von Zella-Mehlis

Foto: Hans-Joachim Köhler

 

Seht doch

Den Mensch

In seiner Pracht

Seht doch

Den Mensch

 

Geöffnet

Steht er hier

Zeigt seine Pracht

Zeigt seinen Stab des Rechts

Gefasst mit spitzen Fingern

 

Zeigt auch

Das Stigma

Des Kreuzes

Das er unschuldig

Auf seine Hand drückt

 

Die Säule Roms

Im Nacken

Gibt er

Den Menschen

Den Mensch

 

Ob er wohl ahnt

Dass der Mensch

Den Menschen

Zum Heile

Dient?

 

Seht doch

Den Mensch

In seiner Pracht

Seht doch

Den Mensch

 

 

© by hansjoachimkoehler@msn.com März 2010

 

 

Zella-Mehlis, Februar 2019

 

 

Ich begrüße Sie mit der Jahreslosung für das Jahr 2019 aus dem Psalm Kapitel 34, Vers15

 

     Gott spricht:

 

Suche den Frieden und jage ihm nach.

 

 

Frieden ∙ Peace ∙ Paix ∙ Pace Paz ∙ ϺИР ∙ Pokój ∙ Shalom

 

Schweigen der Waffen, Stillstand der Gewalt.

Ein ausgewogener Zustand des Gleichgewichts  in der Politik. Ein allumfassendes Glücksgefühl.

Ein Dies- und Jenseitiges Ausgefülltsein ohne inneren Druck und ohne verzehrende Leere. …

 

Vielfältiges lässt sich über den Frieden sagen, den wir uns für das Jahr 2019 ersehnen und wünschen, den wir suchen, ihm nachjagen. Die Frage bleibt: Werden wir ihn erreichen?

Friede, so sagt es unsere Jahreslosung, ist kein statischer Zustand, der immer gleich und unveränderlich ist. Er verändert sich ständig.    Ich muss ihn suchen gehen, mich also auf den Weg begeben, aus meiner festgefahrenen Meinung heraus gehen, auch nach der Meinung des Friedens, den die anderen Menschen erfahren haben, suchen. Mit ihnen gemeinsam die Widersprüche der Zeit benennen und auflösen.

Und dies mit dem Wissen, das die aufgelösten Widersprüche neue Widersprüche hervor-bringen, die dann von neuem gelöst werden müssen. Ein neues Suchen nach dem Frieden beginnt,  ein neues Ringen um die Auflösung von Widersprüchen in meinem Leben.

Dies wird auf Erden so weiter gehen, bis der ewige Frieden Gottes einen jeden von uns in sich hineinzieht und aufnimmt, alle Widersprüche unseres Lebens aufgelöst.

Dann erst werden wir in seinem Frieden, seinen Shalom, seine Ruhe finden.

Dann erst wird das Jagen nach dem Frieden auf dieser Erde ein Ende finden und ohne Hektik sein.

Dann erst wird es eine Antwort auf alle Fragen des Lebens ohne Widersprüche gegeben.

Bis dahin bleibt, wie es  Augustinus sagt, unser Herz unruhig, bis es Ruhe findet in dir.

  

Wir wünschen Euch und Ihnen

für das neue Jahr 2019 von ganzem Herzen Gottes Segen, seine Bewahrung und Behütung, seinen Frieden in den politischen Wirrnissen dieser Zeit und den ganz persönlichen Frieden mit Ihnen  und Euch selbst und den Menschen,

die uns und Ihnen nahestehen.

Eure / Ihre

Brigitte und Hans-Joachim Köhler

 

Philipper 2, 5-11

 

Seid so unter euch gesinnt,

wie es auch der Gemeinschaft

in Christus Jesus entspricht:

 

Er, der in göttlicher Gestalt war,

hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein,

sondern entäußerte sich selbst

 

und nahm Knechtsgestalt an,

ward den Menschen gleich

und der Erscheinung nach als Mensch erkannt.

 

Er erniedrigte sich selbst

und ward gehorsam bis zum Tode,

ja zum Tode am Kreuz.

 

Darum hat ihn auch Gott erhöht

und hat ihm den Namen gegeben,

der über alle Namen ist,

 

dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen

aller derer Knie,

die im Himmel und auf Erden

und unter der Erde sind,

 

und alle Zungen bekennen sollen,

dass Jesus Christus der Herr ist,

zur Ehre Gottes, des Vaters.

 
  

aller trost ist trübe, sagt Rilke

 

sagst auch DU

aller trost ist trübe

wenn die brandung aufgewühlt

der wind um dein haupt pfeift

der boden unter den füßen wankt

 

fragst auch DU

wo ist ein halt zu finden

wenn in deinem leben landunter ist

ist dann doch aller trost trübe

wie Rilke sagt?

 

DU aber stehst

in der erfahrung der alten

die durch den rückzug

auf die HÖHE

den gewalten der zeit

trotzen

 

dieser trost scheint trübe

für die hoffnung

 

aber er erhält

DEIN LEBEN

 

© by hansjoachimkoehler @msn.com 30.12.2015

    

Liebe Netzpilger!

 

Der Text ist ein altes Christus-Lied über den Tod und die Auferstehung Jesu, das Paulus schon von einem anderen frühchristlichen Autor übernommen hat.

 

Dieses Lied wurde wahrscheinlich im Gottesdienst bei der Taufe gesungen und spiegelt das Geschehen der Taufe wieder, das hier besungen wird.

 

Die Taufkanne mit dem Wasser und dem Geist Gottes ist das Zeichen für Gott. Aus Gott fließt etwas heraus, entäußert sich und wird Materie dieser Welt, „ward den Menschen gleich und der äußeren Erscheinung nach als Mensch erkannt“, schreibt Paulus.

 

Das Wasser wird nun als Zeichen dieser Welt, des Lebens und des Sterbens. Nun kommt aber der Wille Gottes dazu, dass der Sohn nicht im Todeselement des alles überspülenden Wassers bleibt.

 

Das Wasser symbolisiert wie schon in der Schöpfungsgeschichte die Todesmacht über das Leben, die durch die Ordnung der Schöpfung und durch die Auferstehung Jesu überwunden wird. Hier auf der Hallig Hooge können sie dies sicher nachvollziehen.

 

Bis in diese Todesmacht hinein steigt der Sohn Gottes durch seine eigene Taufe. Durch das Hineinsteigen in diese Todesmacht wird die Todesmacht auseinander gedrängt wie beim Zug durch das Rote Meer. So wie Jesus  über die Wellen und den Wind, über das Wasser herrscht, so beherrscht er auch die Wellen und Wogen des menschlichen Lebens.

 

Gott der Vater hilft ihm aus heraus und gibt ihn den Namen, der über allen Namen ist. Er erhöht ihn.

 

Namensgebung ist ein hervorheben aus dem Nichts in das Sein, hier nun in das neue Sein bei Gott, vor dem sich alle Knie beugen sollen.

Wir werden nun durch unsere Taufe mit hineingenommen in dieses Geschehen. Wir bekennen damit unsren Glauben und unser Dazugehören.

 

Wir geben diese Gesinnung und das sich daraus ergebende Leben weiter durch unser Verhalten mit den anderen Getauften .

 

Sie geben wenn ihr Land unter Wasser ist, ja auch nicht auf, denn sie haben die alte Erfahrung, dass die Wogen der Nordsee sie nicht überspülen. Dazu haben ihre Vorfahren die Warften aufgeschüttet, um so ihr Leben auf den Halligen zu ermöglichen, um so auch zu überleben.

 

Dieses Bild ihres Lebens auf den Halligen können wir nun gut für das Leben im Glauben an Jesus Christus, den Sohn Gottes und den Sohn der Menschen übernehmen.

 

So tat es schon der Dichter dieses Christus-Liedes

Auch wir können heute aus dieser Erfahrung leben.

Diese Erfahrung behalten wir nicht für uns alleine, sondern geben wir weiter an unsere Nachbarn, Urlauber und Nachfahren.

 

Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Passionswoche

und gesegnete Ostertage

 

Ihr

 

Hans-Joachim Köhler, Opfr. i. R.

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Hans-Joachim Köhler, Oberpfarrer i. R. | hansjoachimkoehler@msn.com