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Pilger in diesem Netz.

Zella-Mehlis feiert in diesem Jahr 2019 den 100. Geburtstag des Zusammenschlusses beider Städte.

Darum habe ich hier einmal die Grenze, wie sie vor 100 Jahren bestand mit GPS und alten Karten aufgenommen und einen Flyer erstellt..

 

Grenze zwischen Zella St (1). Blasii und Mehlis um 1900-Flyer-final 4.3.2019.pdf
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Seien Sie herzlich willkommen auf meiner WebSite: 

www.pilgernetz.de

 

Diese HomePage

steht seit dem 15. Dezember 2008 im Netz.

 

Schauen Sie doch auch auf die WebSite: www.pilgern-in-mitteldeutschland.de

 

Zella-Mehlis, im März 2020

 

Liebe Pilgernetzwerker,

 

wir alle sind in diesen Tagen von dem Corona-Virus getroffen worden - ob wir nun in der selbstgewählten Quarantäne leben, oder ob wir von ihm schon infiziert sind.

Unser Leben hat sich durch ihn schon sehr verändert.

Und diese Verändeerung trifft die Menschen auf der ganzen Welt.

 

Wir fragen uns auch, was wird noch kommen?

Wir fragen auch: 

 

Wie kann Gott das zulassen?

 

Weil ich darüber eine Anfrage hatte, habe ich mir darüber einmal ein paar Gedanken gemacht.

 

Ich wünsche Ihnen und Euch in dieser nun auch unfreiwilligen Fasten- und der Passionszeit

Gottes Segen und seine Bewahrung

 

Ihr/Euer Hans-Joachim Köhler,  Oberpfarrer i.R.

 

 

 

Wie kann Gott das zulassen?

 

Diese Frage wird in Krisensituationen oft gestellt,

 

ob dies nun eine ganz persönliche Lebenskrise oder nun auch eine ganze Welt umspannende Krise wie die, mit der neuen Lungenkrankheit Covid-19 ist.

 

Diese Frage ist nun auch mir gestellt worden, und ich soll eine schnelle und einfache Erklärung geben.

 

Kann ich das?

 

Ich stelle mir als Pfarrer und glaubender Mensch natürlich auch die Frage:

 

Wie kann Gott dies zulassen, dass so viele Menschen daran erkranken und auch sterben?

 

Ich bin ein Mensch, wie jeder andre Mensch auch.

 

Ich gerate wie jeder andere Mensch auch in Krisensituationen und kann manchmal die eigenen Anfragen nicht leicht und schnell beantworten.

 

Manchmal brauche ich erst eine gewisse Zeit, um darüber nachzudenken, zu meditieren und zu beten.

 

Erst einmal will ich diese Frage für mich beantworten. Vielleicht kann dann ja auch ein anderer Leser diese Antwort übernehmen und Kraft daraus finden.

 

Die erste Feststellung ist ganz einfach: Ich bin ein Mensch!

 

Als Mensch lebe nicht im ewigen Paradies, in dem es nach der Offenbarung des Johannes keine Krankheit, kein Leid und Geschrei gibt, sondern ich lebe in dieser Welt mit all ihren Freuden, schönen Erlebnissen und Ereignissen, aber auch mit ihren Unzulänglichkeiten, ihren Krankheiten und dem Sterben.

 

Als Mensch bin ich vielen Krisen und Veränderungen unterworfen.

 

Da gibt es zwei besonders große Krisen in meinem Leben – die Krise der Geburt und die Krise des Sterbens. Davon bin ich nicht ausgenommen, sonst würde ich ja nicht leben.

 

Aber zwischen diesen beiden Lebenskrisen stehen natürlich noch viele andere Krisen, die nötig sind, damit wir unser Leben und unsere Lebenssituation ändern können.

 

Ich stelle mir einmal vor, es würde keine Krise und keine Veränderung meiner Lebenssituation geben. Dann würde ich auf dem Stand des eben geborenen Lebens als Baby stehen bleiben. Ich würde nicht lernen auf den eigenen Beinen zu stehen, über das schützende Laufgitter zu klettern, den eben frisch eroberten Lebensraum des Wohnzimmers zu verlassen, die Gefahr des Klettergerüstes auf dem Spielplatz einzuschätzen, neue Freunde oder Freundinnen kennenzulernen – auch auf die Gefahr hin, dass sie mich enttäuschen oder mich selbst infrage stellen. Ich würde dann nicht in die Schule gehen und mein Leben in die eigene Hand nehmen.   

 

Nun könnte ich noch viele Krisenzeiten bis zum Lebensende aufführen,

die eine Veränderung und Neuordnung meines Lebens durch Krisenzeiten führen. Ich kann mir da noch viele Möglichkeiten vorstellen.

 

Es gibt durch Menschen verschuldete Krisen,

aber auch durch die Natur hervorgerufene nur schwer beeinflussbare Krisen wie die Corona-Krise, die wir jetzt erleben.

 

Die zweite Feststellung scheint auch recht einfach zu sein:

Ich bin ein Mensch, der fragt!

 

Jede Krise verunsichert mich und stellt meine einmal gefundene Sicherheit in Frage.

 

Ich gebe diese Infragestellung weiter an mich.

Bin ich an meiner Lebenssituation schuldig?

Hätte ich andere Entscheidungen treffen müssen?

Kann ich mein weiteres Leben alleine gestalten?

 

Ich gebe diese Infragestellung weiter an die anderen Menschen.

Was wäre, wenn meine Eltern mich anders erzogen hätten?

Was wäre, wenn mein Arzt eine andere Diagnose gestellt hätte?

Was wäre, wenn meine Partner anders reagiert hätten?

 

Ich gebe diese Infragestellung weiter an Gott.

Warum hast du, Gott, diese Krankheit zugelassen?

Warum muss ich den Verlust meines Kindes oder Partners erfahren?

Oder gar:

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

 

Dies ist übrigens schon eine ganz alte Frage der Menschheit,

sie wird schon im Psalm 22, Vers 2 gebetet

und Jesus nimmt dieses Gebet an seinem Kreuz auf.

 

Ich bin der Meinung, dass ich diese Fragen an mich selbst, an die anderen Menschen und an Gott stellen darf.

 

Ich blicke damit aus meiner eigenen mich einengenden Not heraus und suche Antworten und Lösungsmöglichkeiten, die außer mir existieren und mir Hilfe und Orientierung für das kommende Leben geben.

 

Wenn ich diese Fragen stelle, verbinde ich sie wie der Psalmbeter und Jesus auch mit Gebeten und gebe sie an Gott weiter.

 

So ist die dritte Feststellung, dass ich Krisen mit ihren Veränderungen, so schwer sie mir auch fallen, in meinem Leben brauche, um mich auf eine neue Lebenssituation einzustellen.

 

Durch die Infragestellung in der Not bleibe ich nicht allein. Dies spüre ich ganz besonders auch in diesen Tagen, da viele Menschen Kontakt mit ungewöhnlichen Hilfsmitteln auch zu mir suchen, da ich ja nicht körperlich in Kontakt mit ihnen kommen soll.

 

Ich bekomme so eine Kraftquelle, die von außerhalb meiner selbst, mir Kraft und Zuversicht für die neue Lebenssituation gibt.

 

Für mich sind der Glaube und die Geborgenheit an Gott solch eine Kraftquelle.

 

Ich  weiß, ich komme als Mensch und Christ auch immer wieder bis zu meiner letzten Stunde in solche Krisensituationen und stelle mich den eigenen Verunsicherungen und Fragen.

 

Durch meinen Glauben vertraue ich meine jeweilige Lebenssituation, ob sie nun eine Krisenzeit oder eine Zeit der Besinnung und der Freude ist, dem Herrn an, der außerhalb meines Verständnishorizontes mir Kraft gibt.

 

Diese Corona-Krise ist nun auch eine Herausforderung für die Wissenschaftler und Politiker den Blick auf diese unsere Welt neu zu sehen und in dieser Krisenzeit nicht nur das Wohlergehen der Menschen in unserem eigenen Land zu sehen, sondern auch das der Menschen in den anderen Ländern. Ich erfahre durch diese Krise, wie sehr diese meine Welt miteinander vernetzt ist und das ich, wenn Menschen in einem anderen Land leiden, auch darunter leide.

 

Wir alle sollen und dürfen einander helfen, damit die Corona-Krise so wenig wie möglich Schaden anrichtet. Wie die Eltern z. B. einem kleinem Kind helfen bei der Krise des Kleinkindes über das Geländer des Laufgitters zu kommen, in dem sie ihm zeigen, wie es auf der anderen Seite sicher herunter kommt, so können auch wir in dieser Krise Hilfestellung leisten und sie auch annehmen, um die Corona-Krise zu bewältigen. Ich bekomme durch diese Krise eine neue Sicht auf diese unsere stark vernetzte Welt. Vielleicht ist dies die neue Erkenntnis, die ich durch diese Krise bekomme.

 

Ich als glaubender Christ finde in dieser Zeit vor dem Karfreitag und dem Ostergeschehen auch so einen Krisenmodus vor, den Jesus Christus für mich am Kreuz überwindet und mir damit eine neue andere Hoffnung auf diese meine  Zeit und die seiner Zeit ohne Krankheit, ohne Leid und ohne Geschrei, wie es in der Offenbarung bei Johannes steht, schenkt. Das gibt mir eine andere Hoffnung zur Überwindung dieser Krise in meiner Zeit.

 

Konnte Ich diese Frage nach dem Warum für mich beantworten? Ich bleibe weiter ein Fragender. Ich hoffe darauf, dass die vielen Menschen, die jetzt in dieser Krisensituation das gesellschaftliche Leben im Krisenmodus aufrecht erhalten, ob dies nun in den Krankenhäusern, in den Verkaufseinrichtungen, in den Behörden, aber auch in den kreativen nachbarschaftlichen Hilfen geschieht, einen neuen Zusammenhalt zwischen den Menschen bewirkt.

 

Das gibt mir Trost und Vertrauen für die Zukunft nach der Corona-Krise. Fängt diese Zukunft schon am Ostersonntag an, oder kommt sie erst später? Diese Frage nach der Zeit der Auflösung der Quaranäne lässt sich noch nicht beantworten, aber sie wird kommen. Das ist auch meine Hoffnung!

 

Vielleicht können Sie ja auch in diesen Zeilen eine Antwort für sich und ihre Lebenssituation sehen. Vielleicht finden sie darin ja auch ihr Vertrauen an das Leben in der Zukunft in dieser unserer und an das Leben der anderen, seiner Welt.

 

Das wünsche ich Ihnen in diesen Zeiten

 

Ihr/Euer/Dein Hans-Joachim Köhler, Oberpfarrer i. R.

 

 

   

Warum

 

Warum

Frage ich

Warum, Gott

Warum geschieht dies alles?

 

Warum?

 

Weil ihr nicht

Im Paradies lebt

Auch wenn ihr versucht

Euer Leben paradiesisch zu gestalten

 

Warum,

Frage ich Dich, Gott?

 

Weil ICH mir

Mein Paradies

So vorstelle

Wie ICH es mir vorstelle

 

Warum, frage ich

Dich, Gott und Jesus als Mensch

 

Weil DU dir

Dein Paradies

So vorstellst

Wie DU es möchtest

 

Warum stelle ich mir

Das Paradies

Nicht so vor

Wie Du, Gott, dies möchtest?

 

Warum?

 

Das frage ich

 

DICH, MENSCH!

 

hansjoachimkoehler@msn.com 27.03.2020

 

 

 

 

Visitenkartentext

 

Wer bin ich?

 

Wer ich bin?

 

Wenn ich

das wüsste!                  

 

 

Andere wissen (vielleicht)

wer ich bin!     

 

 

Ich weiß:      

 

Wer ich nicht bin!

 

 

Weiß ich das wirklich?

 

 

In jedem Fall weiß ich:    

 

 

 

Ich bin!                

 

 

 

© by hansjoachimkoehler@msn.com

 

 

 

 

 

 

Was wäre wenn

 

Was wäre wenn

 

Ein Embryo im Mutterleib

 

Denken könnte?

 

 

 

Es würde sich wohlfühlen

 

Und denken:

 

Gibt es einen schöneren Platz

 

In meinem Leben?

 

 

 

Oder auch: Kann es

 

Ein anderes Leben geben?

 

Das kann ich mir

 

Nicht vorstellen!

 

 

 

Aber dann

 

Kommt der Tag,

 

Der Tag

 

Des neuen Lebens

 

 

 

Ist es ein Tag

 

Der Traurigkeit?

 

Es ist ein Tag

 

Der Ungewissheit!

 

 

 

Und ist doch nötig

 

Um ein neues,

 

Anderes Leben

 

Zu ER-LEBEN

 

© by hansjoachimkoehler@msn.com 27.03.2018

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Schritt

 

 

 

Du stehst!

 

 

 

Das erste Mal

 

Hast du dich hochgezogen,

 

Wagst einen ersten Schritt.

 

Und fällst.

 

Und gibst nicht auf.

 

Du ziehst dich hoch,

 

Und stehst!

 

Wagst

 

Deinen Schritt!

 

Und einen mehr.

 

Und fällst,

 

Und gibst nicht auf.

 

Lässt an die Hand dich nehmen,

 

Und gehst nun Schritt für Schritt,

 

Von meiner Hand begleitet.

 

 

 

Und dann auch ohne mich.

 

 

 

Wenn dann du fällst,

 

Und gibst nicht auf,

 

Und wagst den nächsten Schritt.

 

So wirst du geh´n -

 

Und steh´n

 

In deinem Leben.

 

 

 

Und ich geh mit!

 

 

 

Bis du

 

Mich führst,

 

Dann,

 

Schritt

 

Um

 

Schritt.

 

Allen Kindern und Enkeln

© by hansjoachimkoehler@msn.com 03.05.2005

 

    
    
    

 

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Hans-Joachim Köhler, Oberpfarrer i. R. | hansjoachimkoehler@msn.com