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1085 wurde im heutigen Friedrichrodaer Ortsteil Reinhardsbrunn durch Ludwig den Springer ein bedeutendes Benediktinerkloster der Hirsauer Reformbewegung gegründet.
Das Kloster Reinhardsbrunn entwickelte sich bald zum religiösen Mittelpunkt der entstehenden Landgrafschaft Thüringen. es diente den Ludowingern als Begräbnisstätte (Epitaphien jetzt in der Georgenkirche Eisenach), war aber auch ein Ort schöpferischen, geistigen Lebens.
Vor allem im 13. Jahrhundert wurde Reinhardsbrunn Wallfahrtskloster. Vom Grab Landgraf Ludwig IV., des Ehemanns der Hl. Elisabeth von Thüringen, sind aus jener Zeit zahlreiche Wunder überliefert. Während des Bauernkrieges 1525 zerstörten Aufständische große Teile der Klosteranlage.
In den folgenden Jahrhunderten war Reinhardsbrunn herzogliches Amt und Schloss. Aus der Klosterzeit erhalten sind Reste des romanischen Kellergewölbes, Teile der Klostermauer und wenige steinerne Zeugen im Rosengarten des Schlossgartens. Das Schlosshotel im historischen Gebäude wird z.Zt. nicht genutzt, soll aber mit neuer Konzeption weitergeführt werden.
Unweit der ehemaligen Benediktinerabtei befindet sich Klosterpark und Stift Reinhardsbrunn. Auf dem Gelände des Außenparks betreiben Neue Arbeit auf dem Lande in Thüringen (NALIT e.V.) und Forum Westthüringen e.V. zusammen mit dem Kirchlichen Dienst auf dem Lande und der Evanglischen Erwachsenenbildung Thüringen verschiedene Projekte: Kinder- und Jugendhaus, Naturheilzentrum, EU-Informationsstelle mit Europawerkstatt, Lehmmanufaktur, Thüringer Klosterpfad, Backstube, Traditionsschneiderei, Thüringen sagenhaft und Burgenfahrt mit Planwagen.
Jährlich wiederkehrende Feste:
Am Sonntag vor oder nach dem Johannistag findet das Reinhardsbrunner Parkfest statt
und jeweils im August ist der Ökumenische Kirch- und Pilgertag in Reinhardsbrunn.
Modelle der Johanneskirche bei Altenbergen, der Reinhardsbrunner Klosterkirche und der Ludowinger Schauenburg können vor Ort als Ausstellung zum Thema "Die Wiege Thüringens" besichtigt werden.
Wanderungen und Fahrten zu Klöstern und Kommunitäten der Umgebung:
Benediktinerkloster Herrenbreitungen in Breitungen/Werra, Augustinerkloster und ehmaliges Peterskloster in Erfurt, ehemalige Zisterzienserabtei Georgenthal, Familienkommunität Siloah in Neufrankenroda können angeboten werden.
Im Zuge der Forschungen zum Jakobsweg in Mitteldeutschland ist der Ökumenische Pilgerweg von Görlitz nach Vacha auf der mittelalterlichen Via Regia entstanden. Auf der Strecke Erfurt, Gotha, Eisenach tangiert er Reinhardsbrunn, wo ein Pilgerzentrum entsteht.
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